Wir haben am 22. Januar 2025 den Klimaatlas BW veröffentlicht.
Wir danken allen Teilnehmenden, die am 23. Januar der Release- Veranstaltung beigewohnt haben und zahlreich Rückmeldung gegeben haben. Haben Sie noch Feedback oder Fragen? Sie erreichen uns unter klimawandel@lubw.bwl.de.
Der Klimaatlas Baden-Württemberg
Der Klimawandel ist längst in Baden-Württemberg angekommen. Die Sommer werden heißer und trockener und die Winter milder und feuchter – mit vielfältigen Auswirkungen auf Natur und Menschen. Doch welche Folgen haben diese klimatischen Veränderungen konkret?
Der Klimawandel trifft auf örtliche Gegebenheiten von natürlichen Lebensräumen über Siedlungsstrukturen bis hin zu gesundheitlichen und sozialen Voraussetzungen. Wir wollen beleuchten wer und was wo in Baden-Württemberg besonders von klimabedingten Veränderungen betroffen ist.
Auch die Anpassung ist in Baden-Württemberg angekommen. Wo liegen bereits Anpassungskonzepte vor und welche konkreten Maßnahmen gibt es zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels?
Im Klimaatlas stellen wir für Sie die wichtigsten Themen rund um den Klimawandel in Baden-Württemberg zusammen.
Welche Inhalte können Sie im Klimaatlas BW finden?
Wir bereiten für Sie Klimabeobachtungsdaten in einem interaktiven Kartenviewer auf, mit dem Sie die bisherigen Klimaveränderungen in Ihrer Region und im ganzen Land Baden-Württemberg erkunden können. Wir stellen eine große Anzahl an klimatischen Messdaten (Temperatur, Niederschlag) als Aggregationen für verschiedene Ebenen (Land, Naturräume, Land-/Stadtkreise und Gemeinden) in dem interaktiven Kartenviewer bereit, sowie eine Rasterkarte mit einer hohen Auflösung der Daten in einem 100x 100m Raster. Diese Daten werden auch als Download zur Verfügung stehen.
In einem regionalisierten Klimaprofil können Sie die wichtigsten Kenngrößen zu Ihrer Gemeinde zusammengefasst erhalten.
Ebenfalls in einem interaktiven Kartenviewer können Sie die zukünftige klimatische Entwicklung des Landes Baden-Württemberg unter fortschreitendem Klimawandel betrachten. Für einen schnellen Überblick bereiten wir für Sie die Klimamodelldaten aus dem Hochemissionsszenario (RCP 8.5) auf Landkreisebene auf. Für mehr Details folgen in einem zweiten Schritt die Klimamodelldaten aus zwei weiteren Szenarien - der 2-Grad-Weg (RCP 2.6) und der mittlere Weg (RCP 4.5) auf Landkreisebene.
Die Klimamodelldaten liegen als Jahresmittelwerte vor, welche für klimatische Zeitscheiben (30 Jahre) als Durchschnittswerte dargestellt werden sowie als Download zur Verfügung stehen. Sofern Sie die Rasterdaten (interpolierte Daten vom Deutschen Wetterdienst auf ein 5x5 km Raster) benötigen, stehen Ihnen diese Daten als Download zur Verfügung.
Auch hier wird Ihnen eine regionale Zusammenfassung mit den wichtigsten Kenngrößen in einem Klimaprofil zur Verfügung stehen.
Wo liegen im Land wichtige Kaltluftströme? In welchen Stadtvierteln wird es im Sommer besonders heiß? Und wie oft wird eine gesundheitlich relevante Temperaturschwelle überschritten? Auf der hochaufgelösten Klimaanalyse des Landes (50 x 50 m) basiert eine Planungshinweiskarte, die diese klimatischen Belastungs- und Ausgleichsräume identifiziert. Anhand der Ergebnisse können flächendeckende Informationen zu Hotspots und schützenswerten Ausgleichsräumen gewonnen werden. Diese können der Landes-, Regional- und Stadtplanung als wichtige Fachinformation dienen.
Hier werden fortlaufend Themen aus den Bereichen Klimafolgen und Betroffenheit durch den Klimawandel präsentiert. Der Klimawandel ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit, dessen Auswirkungen sich in nahezu allen Lebensbereichen bemerkbar machen. Klimafolgen bezeichnen die konkreten Auswirkungen des Klimawandels, etwa steigende Temperaturen, zunehmende Extremwetterereignisse oder Veränderungen in den Ökosystemen. Diese Phänomene haben direkte und indirekte Konsequenzen für Natur und Menschen. Betroffenheit beschreibt die Verwundbarkeit von Menschen, Regionen oder Sektoren gegenüber diesen Klimafolgen. Sie hängt von der Exposition gegenüber klimatischen Veränderungen, der Sensitivität der Systeme und der Fähigkeit ab, sich anzupassen.
In diesem Kapitel stellen wir die ersten Ergebnisse einer Umfrage vor und beantworten die Fragen: Wie ist der Stand der Klimaanpassung in Baden-Württemberg und welche Klimaanpassungsmaßnahmen wurden schon umgesetzt?
Wir stellen unsere FAQ-Reihe zum Thema Klimawandelanpassung vor, mit denen Sie sich über verschiedene Bereiche informieren können. Bald folgen Gute-Praxisbeispiele zur Klimaanpassung und ausführliche Maßnahmenbeschreibungen.
Das Jahr 2024 war wieder ein warmes Jahr: mit einer durchschnittlichen Temperatur von 10,6 °C war es das drittwärmstes Jahr seit Messbeginn. Damit reiht es sich in den anhaltenden Erwärmungstrend ein. Besonders außergewöhnlich war der Februar, der mit +6,1 °C Abweichung vom Monatsmittelwert 1961-1990, den wärmsten seit 1881 darstellte.
Auch die Vegetation reagierte, die Apfelblüte setzte so früh ein wie nie zuvor: 26 Tage vor dem langjährigen Mittel. Die Vegetationsperiode war so lang wie noch nie. Die frühe Blüte traf jedoch auf Spätfröste Ende April, die im Obst- und Weinbau erhebliche Schäden verursachten. Zu den Themen Klimawandel und Spätfrost in Baden-Württemberg hat das Kompetenzzentrum Klimawandel einen Beitrag in den Medien mit Hintergrundinformationen unterstützt: SWR-Radiointerview vom 21. März 2025.
2024 war geprägt von starken Schwankungen im Niederschlag: Der Mai war der niederschlagsreichste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Andauernde Starkregenereignisse im Mai und Juni führten in vielen Regionen des Landes zu einer angespannten Hochwassersituation. Rund 60 % der Pegel erreichten Hochwasserstände, an zahlreichen Messstellen wurden Abflüsse gemessen, die statistisch nur alle 100 Jahre oder seltener auftreten.
Wie trocken oder feucht war es 2024 in den einzelnen Monaten?
Die feuchte und wechselhafte Witterung des Jahres belastete die Landwirtschaft erheblich – insbesondere durch Spätfröste im Frühjahr und anhaltende Niederschläge in der Vegetationszeit. In den Wäldern zeigten sich dagegen erste Anzeichen einer leichten Erholung, auch wenn die langfristigen Schäden weiterhin deutlich sichtbar bleiben. Und auch die Tierwelt reagierte empfindlich: Das Insektenmonitoring verzeichnete 2024 erneut einen Tiefstand bei Tagfaltern und Widderchen. Positiv fiel die Entwicklung der Luftqualität auf – Ozonspitzenwerte blieben selten.
Der Jahresrückblick 2024 macht deutlich, wie vielschichtig die Auswirkungen des Klimawandels in Baden-Württemberg inzwischen sind.
Sie suchen ausführlichere Informationen? Alle Jahresrückblicke (2018-2024) finden Sie hier.
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